Die faszinierende Welt der Keramik
Tief in der Natur verwurzelt
Inmitten des historischen Dorfzentrums von Weisslingen, in einem ehemaligen Fabrikgebäude, liegt das Atelier von Susanne Leibacher. Seit über vier Jahrzehnten widmet sie sich der Kunst des Tons und hat seit 1999 ihren kreativen Rückzugsort mit eigenem Brennofen. Ihr handwerklicher Weg begann weitgehend autodidaktisch, wurde aber wesentlich geprägt durch die Arbeit mit Renato Domiczek, Stefan Jakob und Zsuzsa Füzesi.
Ihre Werke sind tief in der Natur verwurzelt, die ihr als unerschöpfliche Inspirationsquelle dient. Die Vergänglichkeit der Pflanzen ist ein zentrales Thema in Susannes Schaffen. Sie sieht darin nicht nur einen Wegweiser für ihre Objekte, Vasen und Urnengefässe, sondern auch eine Metapher für den Kreislauf des Lebens. Die Oberfläche des Tons kann dabei vielfältig gestaltet sein – von roh und rau bis hin zu glatt und glasiert – und erzeugt so eine faszinierende Spannung.
Besonders angetan ist Susanne von rauen Strukturen, Rissen und Abdrücken, die sie sowohl aus der Natur, von alten Glarner-Model als auch durch eigene Experimente gewinnt. Diese Gestaltungselemente symbolisieren für sie Aufbruch, Abbruch, Grenzen und die Lebendigkeit des Unvorhersehbaren. Viele ihrer Werke tragen die Spuren ihrer Hände, die durch den Handaufbau am Objekt fixiert werden.
Mit den Jahren gewachsen
In den letzten Jahren hat Susanne ihr künstlerisches Repertoire erweitert und Bronze-Figuren geschaffen, die einen lebendigen Tanz vollführen. Diese Figuren fügen sich nahtlos in ihre keramischen Arbeiten ein und bereichern das Zusammenspiel von Material und Form.
Für Kunstliebhaber und alle, die sich für die Verbindung von Natur und Kunst interessieren, laden Susanne Leibachers Werke dazu ein, die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Natur durch die Linse der Keramikkunst neu zu entdecken.